Was kostet ein Wanddurchbruch inkl. Statik? Alle Kosten 2026
- Florian Späth
- 27. Apr.
- 2 Min. Lesezeit
Wände öffnen, Räume verbinden, mehr Licht und Offenheit schaffen – der Wanddurchbruch ist einer der beliebtesten Umbauwünsche. Aber was kostet das wirklich, wenn die Wand tragend ist? Dieser Artikel schlüsselt alle Kostenpositionen auf: Statik, Träger, Ausführung und Genehmigung.
Zuerst: Ist die Wand tragend?
Nicht jede Wand ist tragend. Tragende Wände leiten Lasten aus Decken und darüberliegenden Wänden in das Fundament ab – sie dürfen nicht einfach entfernt werden. Nicht tragende Trennwände können in der Regel ohne statischen Nachweis entfernt werden.
Wie erkennst du, ob eine Wand tragend ist? Durch eine Begehung mit einem Tragwerksplaner. Faustregeln wie 'Wände, die senkrecht zur Decke verlaufen sind tragend' oder 'Außenwände sind immer tragend' stimmen oft, aber nicht immer. Die einzig sichere Methode ist die Fachbeurteilung.
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Was kostet die statische Berechnung für einen Wanddurchbruch?
Die statische Nachweisführung umfasst: Beurteilung, ob die Wand tragend ist, Berechnung des Ersatztragwerks (Stahlträger oder Stahlbeton-Unterzug), Erstellung prüffähiger Unterlagen für die Baugenehmigung, falls erforderlich. Typische Kostenpanne für einen Standard-Wanddurchbruch (Öffnungsbreite bis 3 Meter, Wohnungsbau): 800–2.000 € netto.
Der genaue Preis hängt ab von: Wandmaterial (Stahlbeton ist aufwändiger als Mauerwerk), Öffnungsbreite und -höhe, Anzahl der darüberliegenden Geschosse, Genehmigungspflicht (mit oder ohne Einreichung beim Bauamt) sowie Anzahl der zu erstellenden Durchbrüche insgesamt.
Was kostet der Stahlträger?
Wenn die Wand tragend ist, muss die Last durch einen Stahlträger (in der Regel genormte Doppel-T-Träger) oder eine andere Konstruktion übernommen werden. Die Trägerkosten hängen stark von der Spannweite ab:
Stahlträger bis 2,5 Meter Spannweite
Material: 200–500 €. Einbau durch Fachbetrieb: 500–1.500 €. Gesamtkosten Träger: ca. 700–2.000 €.
Stahlträger bis 4 Meter Spannweite
Material: 400–1.000 €. Einbau (komplexer, schwerer Träger): 1.000–2.500 €. Gesamtkosten Träger: ca. 1.400–3.500 €.
Achtung: die Preise je Tonne Stahl können ja Verfügbarkeit des Materials stark schwanken. Für den Einbau sind ebenfalls regionale Unterschiede maßgebend.
Was kostet der Wanddurchbruch gesamt?
Nicht tragende Trennwand (bis 3 Meter breit)
Abbruch: 300–800 €. Entsorgung: 100–300 €. Verputzen und Finish: 500–1.500 €. Gesamt: ca. 900–2.600 €.
Tragende Wand (bis 3 Meter breit, Massivbau)
Statik (Ingenieurbüro Florian Späth): 800–2.000 €. Stahlträger Material + Einbau: 700–2.000 €. Abbruch und Entsorgung: 500–1.500 €. Verputzen, Decke schließen, Finish: 1.000–2.500 €. Genehmigung (falls erforderlich): 200–500 €. Gesamt: ca. 2.900–7.700 €.
Wann ist eine Baugenehmigung erforderlich?
In Bayern ist ein Wanddurchbruch in einer tragenden Wand in der Regel genehmigungspflichtig, wenn das Gebäude genehmigungspflichtig ist. Für Wohngebäude der Gebäudeklassen 1–2 gelten seit Januar 2025 in Bayern erleichterte Regelungen. Im Zweifelsfall: Rückfrage beim zuständigen Bauamt oder beim Tragwerksplaner.
Das Ingenieurbüro Florian Späth erstellt prüffähige Standsicherheitsnachweise, die für Genehmigungsverfahren eingereicht werden können.
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Typische Fehle, die teuer werden
Wanddurchbruch ohne Statik ausführen: Rissbildung, Deckendurchbiegung, im schlimmsten Fall Einsturz. Falsche Trägerberechnung: Träger zu schwach oder falsch eingebaut. Keine Genehmigung bei genehmigungspflichtigen Vorhaben: Nachträgliche Kosten und ggf. Rückbaupflicht.
Die Kosten für eine ordnungsgemäße statische Planung sind minimal im Vergleich zu den Kosten für Schäden oder erzwungene Rückbauten.
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