Positions-, Schal- und Bewehrungsplanung

Für die Bauausführung ist es unerlässlich, mehrere Arten von Plänen anzufertigen. Im Allgemeinen werden drei Planarten unterschieden:

  • Positionsplan

  • Schalplan

  • Bewehrungsplan

Nach diesen Plänen wird das Gebäude errichtet. Sie dienen als Arbeitsgrundlage für die Baufirmen. Ergänzt werden diese in der Regel durch die Werkpläne des Architekten.

Der Positionsplan

Der Positionsplan ist als Übersichtsplan des Statikers zu sehen. Dort sind die Werkstoffe und Dimensionen der Bauteile angegeben. Zudem sind alle Bauteile, die für die Statik relevant sind, positioniert, also durchnummeriert. Dabei sind die Bauteilnummern durch ein Präfix gekennzeichnet. W... steht für Wand, S... für Stütze, UZ... für Unterzug usw. Je nach Anzahl der Bauteile kann die Positionsnummer auch mit einer Kennzahl für das Stockwerk versehen werden. "W101" steht dann für eine Wand, die sich im 1. Stock befindet und die laufende Nummer 1 trägt. Bei großen Bauvorhaben ist eine derartige Positionierung sinnvoll, um sich schnell auf den Plänen zurecht zu finden. Jedoch können bei dieser Art von Bezeichnung die Positionsnummern auch schnell 5-stelliger Zahlenwerte annehmen. 

Der Schalplan

Beim Schalplan handelt es sich um einen Plan, der sich ausschließlich auf die Betonbauteile bezieht. Er ist als Darstellung der Negativform der Betonbauteile zu verstehen. Auf dem Plan sind Schalkanten, Maßketten, Lage der Aussparungen, Durchführungen und Schlitze, Sichtbetonflächen oder ähnliches angegeben. Es werden auch Hinweise auf Arbeitsfugen, Gebäudefugen oder Sollbruchstellen auf dem Schalplan vermerkt. Bei komplizierten Bauteilen werden Detailskizzen, z.B. im Maßstab 1:10, erstellt. Wiederholen sich Bauteile mehrfach, können aus den Details sogenannte Regeldetails erstellt werden. Dies können auf einem separaten Regeldetailplan dargestellt werden. Dies hat den Vorteil, dass Detailskizzen nicht auf jedem Schalplan hinterlegt werden müssen und damit in Konsequenz den Schalplan übersichtlicher machen. Schalpläne sind nur dann erforderlich, wo Beton zum Einsatz kommt. Bei einfachen Bauteilen, z.B. Bodenplatten, kommen oftmals kombinierte Schal- und Bewehrungspläne zur Anwendung. 

Der Bewehrungsplan

Der Bewehrungsplan stellt die Bewehrung eines Stahlbeton- oder Spannbetonbauteils dar. Auf ihm sind Betondeckung, Betongüte, Überwachungsklasse des Betons, Verlegung, Länge und Form des Betonstahls (sog. Biegelisten), Typ des Betonstahls (Matten und/oder Stabstahl), bei Matten sog. Mattenschneideskizzen, und Lage der Stabstähle bzw. Matten dargestellt. Nach diesen Vorgaben verlegt die ausführende Baufirma den Bewehrungsstahl. Der Bewehrungsstahl ist im Stahlbetonbau unerlässlich, da er die Zugspannungen aufnimmt, welche der Beton an sich nicht aufnehmen kann. Zugspannungen in Betonbauteilen treten nahezu immer auf, weshalb bei Stahlbetonbauteilen ein Bewehrungsplan unerlässlich ist. Der Bewehrungsplan wird auf Grundlage der Statik erstellt. 

Welche Aufgaben werden vom Ingenieurbüro Florian Späth hierbei wahrgenommen?

Das Ingenieurbüro Florian Späth bietet die Erstellung von Positions-, Schal- und Bewehrungsplänen an. Als Grundlage wird zuvor ein 3D Modell erstellt. Damit lassen sich die entsprechenden Pläne aus allen Perspektiven und Schnitten darstellen und zu einem Plan zusammenstellen, der auf der Baustelle als Arbeitsgrundlage dient. Durch die Modellierung im 3D lassen sich außerdem vorab durch unterschiedliche Farbgebungen der Bewehrung Kollisionen und Fehler vermeiden.